Seitdem ich das weiß, also ich bin so was von verängstigt. Noch vor Kurzem habe ich in den blauen Himmel geschaut … Aber seitdem ich jetzt Klarheit habe und weiß, wie der Hase läuft. Weil, neulich hatten mein Traummann und ich so was von ein interessantes Gespräch. Man muss wohl eher sagen Aufklärungsgespräch, was uns beiden Dummis da widerfahren ist. Wir saßen draußen auf der Sonnenterrasse einer kleinen Bar bei einem Aperölchen (hoch über dem Gardasee). Traumhaftes Wetter, strahlend blauer Himmel und ab und zu ein weißer Kondensstreifen auf diesem Blau. Einmal sah es sogar so aus, als wolle der Pilot ein Herz in den Himmel malen. Da nahm am Nachbartisch ein Pärchen Platz, sehr nett, unser Alter, auch Deutsche. Und wir kamen so in besagtes Gespräch von wegen Wettervoraussage und die Frau meinte, sie habe ja früher immer den Schweizer Wetterdienst MeteoSwiss benutzt. So was von punktgenau und zuverlässig – früher. Das sei heute natürlich nicht mehr so. Da könne natürlich kein Wetterdienst mehr mithalten.
Auf meine Nachfrage, was sie denn mit früher meinte, wurden wir aufgeklärt. Nun ja, sie seien ja überall präsent, diese Chemtrails. Die ganz gezielt eingesetzt würden. Die über ganz bestimmten Gebieten ausgestoßen würden. Ich wusste beim besten Willen nicht, worum es ging, und wurde belehrt: Diese weißen Streifen, die die Flugzeuge nach sich zögen, seien chemische Substanzen (Barium, Strontium, ...), die gezielt abgelassen würden, um das Klima zu beeinflussen. Die Piloten würden dazu gezwungen, einen Schalter umzulegen. Und Piloten, die sich weigerten, würden entlassen. Ah ja.
Daraufhin entspann sich eine rege Diskussion zwischen meinem Traummann und dem Paar (er übrigens Ingenieur! Also durchaus gebildete Menschen!). Wir erfuhren auch von einem Erdbeben auf Hawaii. Dort wollten Einwohner ihre Grundstücke nicht an einen Multikonzern verkaufen. Daraufhin – und die konnte man auch sehen – seien dort Blitze eingeschlagen, erzeugt von Satelliten mit Spiegeln. Und überhaupt tauchen ja mittlerweile überall lange, in den Boden gerammte Stäbe in der Landschaft auf, die Hochfrequenzstrahlen senden und Erdbeben verursachen können. Ja, was soll ich sagen. Du kannst dir vorstellen, wie mir seitdem zumute ist. Vor allem, wenn ich jetzt in den Himmel schaue.
Wo ich gerade bei den Menschen bin. Da bin ich ja so was von froh, dass die Ellen mich auf den richtigen Weg gebracht hat. Ich hatte ja neulich einmal geäußert, dass ich mir an der SB-Kasse meiner Lieblingsdiscounter schon mal den ein oder anderen nenn es abwegigen, nenn es kriminellen Gedanken erlaube. Und da schreibt die Ellen mir daraufhin, dass sie den Inhalt dieses Beitrags unmöglich und unpassend findet, weil er indirekt eine Anleitung zu einer Straftat sei. Und da bin ich jetzt so was von froh, dass die Ellen mir die Augen geöffnet hat. Dass die Ellen so was von sensibel ist, und vor allem mich so was von sensibilisiert hat. Weil, da hat sie ja so was von Recht. Vor mir hat ja noch kein Mensch auch nur im Traum an so was gedacht. Geschweige denn gemacht.
Was ich jetzt wohl gemacht habe. Weil, das finde ich jetzt, nachdem ich mir das mal durch den Kopf habe gehen lassen, das finde ich jetzt, gelinde gesagt, so was von perfide von dem Simon Götze. Ich hatte ja den Herrn Götze, Rechtsexperte der Verbraucherzentrale Berlin, zitiert: „Hat man ein Produkt unbeabsichtigt nicht gescannt, schuldet man dem Supermarkt aus zivilrechtlicher Sicht den Preis des Produktes oder man muss das Produkt zurückgeben. Für einen strafrechtlichen Vorwurf müsse ein Vorsatz vorliegen. Der Supermarkt brauche dafür einen konkreten Nachweis.“ Wenn ich es mir recht überlege, hat der mich ja erst darauf gebracht, mal den ein oder anderen Gedanken in Richtung Abgründe zu verschwenden. Den Simon habe ich jetzt mal angezeigt, dass der quasi die Menschen zu einer Straftat ermutigt. Um sie dann vermutlich später für teuer Geld verteidigen zu können. Hallo, wie infam ist das denn!
Und wo ich schon mal dabei war, habe ich mir natürlich ernsthafte Gedanken über den Sebastian Fitzek gemacht. Und nicht nur über den, sondern auch über seine Leser. Ich weiß nicht, ob du ihn kennst. Aber selbst, wenn du ihn kennst oder ein Fan seiner Romane bist, tu einfach so, als ob du noch nie etwas von ihm gehört hast.
Weil, der Sebastian ist der erfolgreichste Autor der Gegenwart Deutschlands und hat bis Anfang 2026 über 21 Millionen Bücher verkauft. Seine Werke wurden in 36 Sprachen übersetzt. Er gilt als Deutschlands meistgelesener Thriller-Autor. Liebe Ellen, liest du? Thriller-Autor! Hörst du?! Oder besser Horror-Autor! Übrigens, eines seiner erfolgreichsten Bücher, liebe Ellen, ist „Der Augensammler“. Handelt über den psychopathisch-sadistischen Augensammler, gehört zu Fitzeks gruseligsten Thrillern. Und da habe ich jetzt eine Petition ins Leben gerufen, solche Bücher verbieten zu lassen. Romane, die ja eine indirekte Anregung zu solch gruseligen Taten sind. Und, wie gesagt, seine Bücher wurden und werden doch tatsächlich in 36 Sprachen übersetzt! Jetzt wissen wir zwei Frauen auch, wer für die vielen, vielen brutalen Morde und sadistischen Verbrechen verantwortlich zu machen ist.
Und wo ich schon mal dabei bin. Erinnert sich jemand an den Erfolg von „Fifty Shades of Grey“? Ach, ich vergaß, kann ja nicht sein. Weil, keiner in meinem Umfeld hat die erotische Roman-Trilogie ja gelesen. Komisch schon, weil, in Deutschland verkaufte sich die Trilogie über 10,3 Millionen Mal, weltweit wurden sogar über 100 Mio. Exemplare verkauft. Ich kann mich nur daran erinnern, dass du zu der Zeit viele Frauen gesehen hast, die im Römerbad oder auf der Hofgartenwiese Bücher lasen, die einen selbst gestalteten Schutzumschlag, kannst auch Tarncover dazu sagen, hatten. Du also nicht den Titel des Buches lesen konntest. Ellen, ich möchte gar nicht wissen, was daraufhin in deutschen, ach was sag ich, weltweit in Schlafzimmern abgegangen ist.